Video im HR-Einsatz – erfolgreicher, flexibler und menschlicher

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Der Kampf um die besten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird zunehmend härter. Talente zu gewinnen und zu halten, ist eine Top-Priorität im HR-Management. Unternehmen, die hier bestehen wollen, müssen sich etwas einfallen lassen. Und übersehen häufig noch die Vorteile von Bewegtbildern.

Die Nutzung von Videos erlebt seit einigen Jahren einen regelrechten Boom, der sich nach einer aktuellen Studie von ARD und ZDF auch im vergangenen weiter fortgesetzt hat. Das Nutzungsverhalten und die gewählten Plattformen unterscheiden sich zwar zwischen den verschiedenen Altersgruppen, aber es gibt offenbar keine Alterskohorte mehr, die Bewegtbild nicht aufgeschlossen gegenübersteht. Beste Voraussetzungen also, um Videoinhalte in die Personalarbeit zu integrieren. 

Videos verleihen dem Recruiting ein menschliches Gesicht 

Die Digitalisierung hat im Recruiting zu sehr effizienten, aber auch sehr vergleichbaren Prozessen geführt. Vakanzen werden auf digitalen Portalen und Business-Netzwerken ausgeschrieben. Mit einem Mausklick landen die Interessenten dann auf den Detailbeschreibungen der Position, deren Formulierungen sich bei Qualifikationen und Aufgabenbeschreibungen kaum voneinander unterscheiden. Und mit Glück leitet dies zu einem formalistischen Bewerbungsprozess über. 

Wie können sich Unternehmen hier vor lauter Effizienz und Prozessen von den direkten Konkurrenten unterscheiden? Wie sollen potenzielle Mitarbeitende überhaupt ein Gefühl dafür entwickeln, wofür das Unternehmen steht? Einen Eindruck von der Atmosphäre, Werten und Zielen entwickeln? 

Einen der großen Vorteile von Bewegtbildern, nämlich Emotionen zu erzeugen, können Videos auch im Recruiting ausspielen. Mitarbeitende stellen das Unternehmen im Bewegtbild vor. Die zukünftigen Kolleginnen und Kollegen begrüßen das neue, noch unbekannte, Teammitglied und informieren über Aufgaben und Unternehmen. Video ist in der Lage, der Firma ein menschliches Gesicht zu verleihen und damit eine emotionale Ansprache zu schaffen. 

Das funktioniert nicht nur bei klassischen Ausschreibungen via Textanzeige, sondern auch bei der direkten Ansprache im Zuge des Headhuntings. So hat Marc Hammer, Director und Headhunter bei divison one, mit dem Einsatz von Videos bei der direkten Ansprache überaus positive Erfahrungen gesammelt – und sie mit uns beim Corporate Video Summit geteilt. Ein Highlight daraus: Gegenüber den klassischen Wegen verdoppelte sich seine Response Rate, wenn er spannende Kandidatinnen und Kandidaten per Video ansprach. Seinen gesamten Vortrag zum Thema gibt es hier zum Anschauen. 

Per Video zum besseren Onboarding 

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Die ersten Wochen bei einem neuen Unternehmen bringen die erste Belastungsprobe mit sich. Der oder die Mitarbeitende hat sich für die Zusammenarbeit entschieden und tritt mit einigen Erwartungen die neue Position an. Firmen, die in dieser ersten Zeit enttäuschen, laufen Gefahr, das potenzielle Talent vorschnell zu verlieren. Zum Onboarding gehören eine ganze Reihe von Inhalten: 

  • Kennenlernen betrieblicher Abläufe: von der Beschaffung von Arbeitsmaterial bis zur Krankmeldung
  • Vorstellung von Filialen, Produktionsstätten und Abläufen
  • Unternehmensrichtlinien und Werte
  • Vorstellung von Bereichen und Abteilungen
  • IT- und Sicherheitsrichtlinien und andere Vorschriften zur Compliance
  • Einarbeitung in das eigene Aufgabengebiet

Viele dieser Inhalte stecken klassischerweise in einem Unternehmenshandbuch. Eine eher trockene und aufwendige Lektüre, die nur bedingt Spaß macht. Mit Videos geht das schneller und emotionaler. Die Basis könnte bereits ein Begrüßungsvideo sein, in dem Mitarbeitende auftreten und das Unternehmen und dessen Werte vorstellen. Organisatorische Abläufe lassen sich ebenfalls hervorragend im Bewegtbild vermitteln. Dauerhaft auf einer Plattform hinterlegt, sind diese jederzeit wieder abrufbar, falls Fragen auftauchen. 

Beim Onboarding eines größeren Personenkreises, etwa in Produktion und Logistik, sind Videos ein zeitsparendes Mittel, diese Personengruppen zu erreichen. Mit Bewegtbildern lassen sich Qualitätsstandards, notwendige und einzuhaltende Abläufe oder der Umgang mit technischen Einrichtungen gleichermaßen nachhaltig dokumentieren und im Unternehmen erhalten. Insbesondere für Non-Desk-Worker bietet Video damit einen unschlagbaren Mehrwert, da Informationen und Wissen so überall einfach und leicht zugänglich übermittelt werden. „Zeigen statt Erklären“ lautet die Devise. 

Besonders effektiv sind Videos beim Onboarding neuer Mitarbeiter:innen, wenn tatsächliche Kolleginnen und Kollegen vor der Kamera stehen und aus dem Arbeissalltag berichten. Das trägt zur Authentizität bei und stärkt das Employer Branding. Wichtig ist dabei nur, die Inhalte, die vermittelt werden sollen, in übersichtliche Einheiten aufzutrennen. Onboarding-Videos in Spielfilmlänge sind wenig praktikabel. 

Videos für 1:1-Beziehungen 

Verzeichnisse der Mitarbeitenden sind in Unternehmen häufig immer noch in Form klassischer Organigramme oder Bereiche strukturiert. Doch mehr als E-Mail-Adressen, Titel, Jobbeschreibung und Standort verraten sie nicht. Damit neue Mitarbeitende ihr Umfeld besser kennenlernen können, könnte die Schaffung eines durchsuchbaren(!) Verzeichnisses nützlich sein, in dem sich die Personen direkt in einem kurzen Video vorstellen. Diese Filme müssen nicht perfekt produziert sein. Viel wichtiger ist, dass sie authentisch bleiben und auch, neben der Beantwortung einiger Basisfragen, Raum für die Erwähnung von privaten Interessen lassen. Das bietet Anknüpfungspunkte für weitere Gespräche. 

Videoinhalte effizient speichern, verwalten, steuern und auswerten 

Die Nutzung einer professionellen Videoplattform erleichtert es Unternehmen, Bewegtbild professionell im HR-Management einzusetzen. Eine solche Plattform vereinfacht eine ganze Reihe von ansonsten zeitraubenden Tätigkeiten und bietet den Verantwortlichen viele Mehrwerte: 

  • Videos werden stabil und in hoher Qualität verbreitet. Dabei werden die Inhalte optimal für das verwendete Endgerät übertragen. Das kann gerade bei Arbeitsplätzen von Non-Desk-Workern wichtig sein, wo unterschiedlichste technische Voraussetzungen die Regel sein dürften.
  • Das Videomaterial ist leichter zu verwalten. Alle Assets bleiben an einem zentralen Ort, werden aber durchsuchbar und können unterschiedlich gruppiert und somit verwendet werden.
  • Ein Rechtemanagement und Gruppenkonzept steuert den Empfängerkreis. So lässt sich einfach definieren, dass die Mitarbeitenden (oder externe Zuseher) nur die Videos sehen, die auch für sie gedacht sind.
  • Zusätzlich bietet eine Plattform für das Videomanagement eine Reihe von Metriken und KPI, die der HR-Abteilung wichtige Einsichten bieten, um die Akzeptanz der Videos in den verschiedenen Zielgruppen zu bestimmen und mithin Potenziale für Verbesserungen zeigen.

Richtig eingesetzt, erweist sich Bewegtbild als ein vielseitig einsetzbares Instrument in HR. Beim Recruiting, Onboarding, Employer Branding und auch E-Learning. Video transportiert Emotionen, ist einfach zu rezipieren und verleiht einem Unternehmen ein menschliches Gesicht. Und mit der passenden Management-Software fällt der Einstieg auch technisch nicht schwer. Die Einhaltung der Compliance, etwa der DSGVO, sollte dabei selbstverständlich sein. 

  

  

 

 

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